Sekundäre Pflanzenstoffe

 

Sekundäre Pflanzenstoffe werden im Englischen auch als „phytochemicals“ oder „phytoprotectans“ bezeichnet. Sie kommen, wie der Name „Pflanzenstoffe“ bereits implizieren lässt, ausschließlich in Pflanzen vor. Unter dem Sammelbegriff der sek. Pflanzenstoffe werden Substanzen chemisch sehr unterschiedlicher Struktur zusammengefasst, die im sekundären Stoffwechsel der Pflanze gebildet werden und dieser als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde oder mikrobiellen Angriff, als Farb-, Duft- oder Aromastoffe und darüber hinaus als Wachstumsfaktoren dienen. Bis heute sind ca. 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, von denen 5.000 bis 10.000 in der menschlichen Nahrung vorkommen und über die Aufnahme von Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten, Tee, Rotwein und über fermentierte Produkte Bestandteil unserer täglichen Ernährung sein sollten. Pflanzen aus biologischem Anbau, die nicht mit synthetischen Pestiziden behandelt werden und diese somit einem stärkeren Angriff durch Pilze und Bakterien ausgesetzt sind, produzieren höhere Gehalte dieser sekundären Pflanzenstoffe.

Die sekundären Pflanzenstoffe werden im Allgemeinen in neun Substanzklassen unterteilt, denen wiederum zahlreiche Verbindungen zugeordnet werden können: Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Protease-Inhibitoren, Monoterpene, Phytoöstrogene und Sulfide