Grüner Tee

 

Eine lange Tradition hat der Genuss von Tee in Indien, China und Japan. Grüner Tee, schwarzer Tee, wie auch der weniger verbreitete Oolong Tee werden aus den jungen Trieben des Strauches – Camellia sinensis – hergestellt. Ursprünglich in Indien beheimatet, wurde diese tropische Pflanze wohl über die Seidenstraße in China eingeführt und seit diesem Zeitpunkt dort kultiviert und angebaut. Die drei genannten Teesorten unterscheiden sich lediglich in den Verfahren, durch die die Blätter getrocknet werden. Bei der Herstellung von grünem Tee werden die Blätter zunächst gedämpft oder geröstet, wodurch die Enzyme, die für die Fermentation verantwortlich sind, innerhalb weniger Sekunden zerstört werden. Dies hat zur Folge, dass die ursprüngliche Farbe und die Inhaltsstoffe der grünen Teeblätter weitestgehend erhalten bleiben. Bei der Herstellung von schwarzem Tee hingegen erfolgt der Erhitzungsprozess am Ende des Herstellungsverfahrens, mit dem Ergebnis, dass die Aktivität der Enzyme während des Prozesses der Fermentation (Oxidation) aktiv bleiben und von daher sowohl die Farbe als auch die Inhaltsstoffe verändert werden.

Bei dem Oolong Tee handelt es sich um einen halb fermentierten Tee. Seine Herstellung gleicht in etwa der des schwarzen Tees, doch die Fermentationsphase ist kürzer. Somit nimmt dieser Tee eine Zwischenstellung zwischen dem grünen und dem schwarzen Tee ein.

 

Grüner Tee ist ein komplexes Getränk mit vielen verschiedenen Molekülen, die ihm sein Aroma, seinen Geschmack und seine Adstringenz verleihen.

Hervorzuheben sind seine hohen Gehalte an Catechinen, einer Untergruppe der Polyphenole. Insgesamt machen diese Verbindungen ca. ein Drittel des Gewichtes eines Teeblattes aus. Keine andere Pflanze enthält mehr dieser Verbindungen als grüner Tee. Es lassen sich mehrere Catechine in grünem Tee unterscheiden, wobei der Star unter ihnen – das Epigallocatechingallat – mit den höchsten Gehalten in weißem Tee enthalten ist. Die Catechine in grünem Tee sind für ihre positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper bekannt. Daher wird dem grünen Tee auch nachgesagt, eines der gesündesten Lebensmittel zu sein. Will man den vollen Gehalt der Catechine und deren Wirkung für sich nutzen, ist zu berücksichtigen, dass deren Gehalt nach Anbaugebiet, Erntezeit und Herstellungsverfahren stark schwanken kann. Auch die Zeitspanne, in der die Teeblätter in heißem Wasser ziehen, hat einen enormen Einfluss auf den Catechingehalt im Aufguss. Der höchste Prozentsatz der Catechine wird bei einer Extraktionszeit von etwa acht bis zehn Minuten erhalten.

Die angenehm belebende Wirkung von grünem Tee ist auf seinen Koffeingehalt, früher gerne als Tein bezeichnet, zurückzuführen. Auch dieser kann je nach Teesorte stark variieren.

 

Seit geraumer Zeit ist immer häufiger die Rede von weißem Tee.

Doch was ist unter diesem zu verstehen?

Weißer Tee wird auch von dem Teestrauch – Camellia sinensis – gewonnen. Er zählt daher zu den grünen Tees.  Seinen Namen verdankt er seinem extrem hellen und sehr milden Aufguss. Für diesen finden nur die gerade geöffneten oder sogar noch verschlossenen Knospen des Teestrauches Verwendung. Diese jungen Blätter sind von einem hellen, weißlich erscheinenden Flaum überzogen, der dem Aufguss die helle Farbe verleiht.

In weißem Tee sind die höchsten Gehalte an den bereits erwähnten Catechinen zu finden, auf die die positiven Wirkungen dieses Tees zurückgeführt werden.

 

Es lohnt sich also im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung die eine oder andere Tasse Kaffee durch den Genuss von grünem Tee zu ersetzen.

 

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Viel Spaß beim Stöbern.