Braunhirse – Eine hochwertige Siliziumquelle

Bei der Braunhirse (Panicum miliaceum), auch Braune Wildhirse, Urhirse oder Braunhirse Wildform genannt, handelt es sich um die rotorange Form der Rispenhirse. Sie gehört zur Familie der Süßgräser.

Braunhirse ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und stammt ursprünglich aus China und dem alten Ägypten. In Nordafrika und Asien gehört Hirse noch heute zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln in der menschlichen Ernährung. Bei der Braunhirse wird im Gegensatz zu der bekannteren Goldhirse die Schale und die Spelzen mit verwendet und zu einem vollwertigen Mehl verarbeitet. Für das Vermahlen von Braunhirse kommt eine spezielle Technik, die sog. Zentrofan-Technik, zum Einsatz. Diese Technik ist in der Lage, die kleinen harten und schwer schälbaren Hirsekörner, zu zermahlen. Hier findet eine Kaltvermahlung der Braunhirse statt. Normale Getreidemühlen sind hierzu nicht in der Lage. Dies hat den Vorteil, dass in dem Braunhirsemehl die wertvollen Inhaltsstoffe der Schale enthalten sind. Hierzu zählt neben vielen Mineralstoffen in erster Linie die Kieselsäure, die zu einem Drittel aus Silizium besteht. Braunhirse stellt also eine reichhaltige Quelle für dieses seltene Spurenelement in unserer Ernährung dar.

  • In 100g Braunhirse sind 646 Milligramm Silicium enthalten
  • Auch der Eisengehalt ist mit 7,2 Milligramm pro 100g Braunhirse auffallend hoch
  • Sie beinhaltet zudem Magnesium und Kalzium sowie Fluor, Phosphor, Schwefel, Kalium und Zink und einige Vitamine aus der B-Gruppe
  • Braunhirse enthält in ihrer Schale antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe wie die Phytinsäure und die Oxalsäure
  • Tannine aus der Gruppe der Polyphenole, zu den sekundären Pflanzenstoffen gehörend, sind ebenfalls Bestandteil von Braunhirse. Von diesen enthält diese Hirseform viel höhere Gehalte als helle Hirsesorten wie beispielsweise die Goldhirse.

Das Spurenelement Silizium, das zweithäufigste Element unserer Erdkruste, spielt eine wichtige Rolle in dem Metabolismus unseres Skelett- und Bindegewebsapparates. Es ist ein wichtiges Strukturelement für unsere Knorpel, das Bindegewebe und unsere Haut. Silizium nimmt bei der Kollagenbildung im Knorpel und im Bindegewebe eine wichtige Funktion ein. Zudem ist Silizium für die Bildung einer gesunden Knochenstruktur unentbehrlich. Anders als bei Kalzium, im Zusammenhang mit dem Knochenstoffwechsel, kann Silizium Vitamin D-unabhängig verarbeitet werden.

Braunhirse ist wie andere Pseudogetreide glutenfrei und eignet sich für die Ernährung glutenempfindlicher Menschen und für alle diejenigen, die auf den Glutengehalt in ihrer Ernährung achten wollen.

 

Braunhirse – wie verwenden?

Braunhirsemehl kann am besten in Speisen, in Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Suppen, Smoothies, in Joghurt oder unter das Müsli gemischt werden. Es existieren viele Möglichkeiten die täglichen Speisen mit dem hochkarätigen Siliziumspender anzureichern und auf diese Weise dem Körper dieses wertvolle Spurenelement zuzuführen. Darüber hinaus kann mit Braunhirsemehl auch gebacken werden. Es eignet sich zur Herstellung von Brot, Brötchen, Kuchen oder auch für Pfannkuchen. Weizenmehl oder auch andere Mehle können bis zu 15 Prozent bei Backwaren durch Braunhirsemehl ersetzt werden. Auch für das Backen glutenfreier Brote kann Braunhirsemehl empfohlen werden.

 

Cave: Personen, die unter Nierensteinen leiden, wird empfohlen, sich an die Dosierungsempfehlungen zu halten. Auf diese Weise kann ausgeschlossen werden, dass der Oxalsäuregehalt in ihrer Ernährung zu stark ansteigt.

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